Kategorie-Archiv: Fachbildung

„Informelles Lernen in der betrieblich-beruflichen Weiterbildung“ von Matthias Rohs & Peter Dehnbostel

Einen 4-seitigen Überblick über informelles Lernen in der betrieblich-beruflichen Weiterbildung erhalten Sie hier:

Rohs, M. & Dehnbostel. P. (2007). Informelles Lernen in der betrieblich-beruflichen Weiterbildung.
http://www.informelles-lernen.de/fileadmin/dateien/Informelles_Lernen/Texte/Dehnbostel_Rohs_2007.pdf

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Leitfaden zur Vorlesung „Einführung in die Berufspädagogik“

Hier erhalten Studierende und Interessierte eine 77-seitige Einführung in die Berufspädagogik (2010) von Professor Dr. Andreas Schelten (Technische Universität München / Lehrstuhl für Pädagogik):

http://scheltenpublikationen.userweb.mwn.de/pdf/lfeinfberufspaed.pdf

Viele Grüße

Silvio Ströver, Dipl.-Päd.

Dieter Mertens: Schlüsselqualifikationen und Bildung (1974)

Dieter Mertens gilt als „Urhebers“ des Konzepts der sogenannten „Schlüsselqualifikationen„. In seinem Artikel aus dem Jahr 1974 „Schlüsselqualifikationen. Thesen zur Schulung für eine moderne Gesellschaft.“ beschreibt er, dass eine moderne Gesellschaft mit all ihrem technischen und wirtschaftlichen Fortschritt voraussetzt, dass stets genügend Fachkräfte durch umfassende „Schulung“ befähigt werden, (produktiver) Teil dieser Gesellschaft zu werden.

Die Schulung, die eine (gesicherte) Existenz in einer modernen Gesellschaft befähigen soll, beinhaltet im Wesentlichen drei Dimensionen, so Mertens, und zwar Persönlichkeitsschulung, beruflich-fundierte Schulung und eine Schulung zum gesellschaftlichen Verhalten. Gleichzeitig jedoch birgt jede Form von Schulung, die einen Teil von Bildung darstellt, stets mehrere Dimensionen. Denn schließlich könne man auch in der beruflichen Schulung durchaus etwas lernen, was sich auf den gesellschaftlichen Umgang bezieht. Daher widerspricht Mertens der Auffassung, dass Lehrpläne und Curricula nach diesen drei Dimensionen aufgespalten werden sollen.  Es mache also wenig Sinn, z. B. Allgemeinbildung der beruflichen Bildung gegenüberzustellen und so zu tun, als handelte es sich um Gegensätze.  Reformen müssten sich demnach stets auf alle Dimensionen von Schulungen beziehen.

Wichtig sei auch, zu bedenken, dass erwartet werden kann, dass der Anteil an Arbeit drastisch zurückgehen wird, um den Lebensunterhalt zu sichern. Ein Großteil der Zeit  wird durch andere Aufgaben beansprucht, die sich durch verschiedene Rollen in der Gesellschaft ergeben werden (z. B. die Rolle des Bürgers, des „Freizeitverwenders“ etc.). Zudem lässt sich feststellen, dass die Wissenschaft immer stärker versucht, Antworten im Bereich der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zu finden, um Aussagen zu erhalten, wie die zukünftige, optimal gestaltete Bildung auszusehen habe. Doch nach anfänglicher Euphorie in den 1960ern seien die Instrumente stark ausgereizt, um zuverlässsige Prognosen darüber zu treffen, wie Bildung zukunftsfähig zu gestalten sei. Bildungsplanung sei zudem, trotz eines aufgeblähten Instrumentariums an (natur-) wissenschaftlichen Methoden und Zugängen, noch immer machtpolitisch gelenkt, weniger aus sachlogischen und wissenschaftlichen Gründen heraus gestaltet.  Zudem seien Ergebnisse der Arbeitsmarktforschung in ihrer Aussage sehr eng begrenzt. Im Prinzip könnten diese lediglich vergangene Trends beschreiben, die kaum auf zukünftige Entwicklungen übertragbar seien.  Nebenbei decken sich die verwendeten Begrifflichkeiten nicht zwischen dem beruflichen Bereich und dem Bereich der Bildung.  Mertens weist darauf hin, dass auch eine Zergliederung von technischen Arbeitsschritten nicht wirklich hilft, daraus entsprechende Curricula neu abzuleiten. Denn hierbei handelt es sich stets um eine Momentaufnahme, die bereits in diesem Augenblick, in dem man die Schritte auswertet, veraltet und kaum aussagekräftig sein kann für die Planung zukünftiger Bildung. Mertens kritisiert, dass mit dem vagen Schlüsselbegriff der Mobilität scheinbar etwas gefunden wurde, was bildungspolitisch alles und nichts erklären soll. Doch wie bereits in der Vergangenheit gezeigt wurde, helfen solche Begriffe wie z. B. auch „Mündigkeit“ oder „Selbstbestimmung“ – dann eben auch „Mobilität“ – nicht, konkret zu beschreiben, was zukünftig und effektiv bildungspolitisch erwartet werden kann.

Moderne Gesellschaften haben demnach nur unzulängliche Orientierungshilfen in Form von vagen Prognosen zur Hand, sodass es besser sei, eine „offene Planung“ bereitzuhalten. Anstatt sich bildungspolitisch auf angeblich zu erwartende gesellschaftliche Zustände einzurichten, empfiehlt Mertens stattdessen, das Bildungswesen flexibler zu gestalten.  Mertens verweist auf scheinbar paradoxe gesellschaftliche Erwartungen: Einerseits würde man eine zunehmde Intellektualisierung in allen Arbeitsbereichen einfordern und zugleich sich darüber beklagen, dass der Nachwuchs sich von seiner beruflichen Bildung her immer weiter von praktischer Arbeit entfernt.  Zudem fordere man immer mehr, dass SchülerInnen berufsbezogene Inhalte in der Schule erlernen sollen, gleichzeitig setze man sich immer stärker dafür ein, dass allgemeinbildende Inhalte Eingang in Ausbildung bzw. der Schulung beruflicher Inhalte finden. Doch der Widerspruch ist schnell aufzulösen: Mertens verweist darauf, dass der rasche Wandel von Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzgestaltungen und der hohe Grad der Arbeitsteilung einhergehe mit einem stets hinterherhinkenden bildungspolitischen Versuch, Curricula schnell neu der beruflichen Realität anzupassen, weswegen es einen Kompromiss gäbe: Arbeitgeber müssten prinzipiell darüber klagen, dass frisch Ausgebildete bzw.  studierte Kräfte noch nicht „richtig“ beruflich einwandfrei einzusetzen seien, während andererseits bei den Hochschulabsolventen und Auszubildenden das Gefühl besteht, trotz einer gewissen, breitgefächerten (Aus-) Bildung nicht wirklich auf das Berufsleben vorbereitet zu sein. Insofern besteht der gefundene Kompromiss eher darin, sich möglichst schnell ein breites Fakten- und Methodenwissen zu erarbeiten, anstatt eine übergeordnete Sicht zu gewinnen. Dieser Kompromiss ist ein „fauler“, sodass Mertens hier das Konzept der „Schlüsselqualifikationen“ entwirft: Die Pädagogik habe es bereits vorgemacht und daher müsse sie sich hier auch einsetzen für eine Definition von Fähigkeiten, die erforderlich sind, um die Wirklichkeit tatsächlich bewältigen zu können. Dabei dürften diese Begriffe nicht zu abstrakt (wie z. B. „Mündigkeit“ oder „Mobilität“) sein, jedoch auch nicht zu konkret wie z. B. die Bezeichnung einzelner Schulfächer es sind.  Schlüsselqualifikationen seien geeignet, die geforderten Bildungsziele zu definieren. Sie stünden für die Eignung und Befähigung von ganz unterschiedlichen Anforderungen, zudem könnten in der Weise gebildete Menschen auch in unvorhergesehenen Situationen angemessen reagieren.  Je unüberschaubarer die Gesellschaft sich entwickelt, desto eher sei  es vonnöten, dass Menschen solche Schlüsselqualifikationen erworben haben, wobei diese Schlüsselqualifikationen selbst dem gesellschaftlichen Wandel unterworfen sind. Mertens beschreibt in diesem Kontext vier verschiedene Typen, die Bildungselemente haben können:

Basisqualifikationen: Viele Fähigkeiten beziehen sich u. a. auf das Logische, Analytische, Kreative und Strukturelle. Hier geht es zudem darum, das Lernen an sich sehr gut gelernt zu haben.

Horizontalqualifikationen: Hiermit ist die Fähigkeit beschrieben, gesichertes Wissen effektiv und gezielt abrufen zu können. Der entsprechend fachlich Geschulte stellt sein Fachwissen „horizonterweiternd“ zur Verfügung, bringt sein Spezialwissen hier als Experte mit ein. Zumindest weiß dieser, wo er dieses Wissen abrufen kann.

Breitenelemente: Hier verfügt jemand über spezifisches Wissen und Fertigkeiten, die in breiten Bereichen des Arbeitslebens lediglich in unterschiedlichen Codes oder Sprachvarianten, also stets unterschiedlich kodifiziert sind. Im Vergleich lassen sich aber solche Elemente herausfinden. Als Beispiel gibt Mertens an, dass z. B. die Arbeitssicherheit in über 500 Ausbildungsberufen auf jeweils unterschiedliche Weise vermittelt würde.

Vintage-Faktoren: beschreiben nach Mertens die Faktoren, die helfen, die intergenerativen Bildungsdifferenzen auszugleichen. Die älteren lernen von den jüngeren Arbeitnehmern und umgekehrt. Hier gleicht z. B. ein lebenslanges Lernen bei älteren Arbeitnehmern oft aus, was jüngere Arbeitnehmer frisch in die Berufs- und Arbeitswelt an erworbenem Wissen und an Fertigkeiten mitbringen. Jüngere profitieren wiederum von der Erfahrung und Routine der Älteren.

Mertens verweist darauf, dass der Erwerb von Schlüsselkompetenzen in einer sich rasch wandelnden Gesellschaft unverzichtbar sei. Jedoch gehöre zur Persönlichkeitsbildung mehr als nur eine Ansammlung von verschiedenen Schlüsselkompetenzen. Um diese Art von Persönlichkeitsentwicklung zuzulassen, bedürfe  es daher der Freiheit, die  eigene Bildung individuell so zu gestalten, wie es den persönlichen Neigungen und Bedürfnissen entspricht.

Quelle: Studienbuch Theorien der beruflichen Bildung – Grundzüge der Diskussion im 20. Jahrhundert.  (Studienbücher Berufs- und Wirtschaftspädagogik – BAnd 1, Hrsg: Klaus Hanrey), Bad Heilbrunn / Obb.: Julius Klinkhardt Verlag, 2001, S.149 – 165.

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Neu gestalteter EUROPASS

Das bekannte Jugendhilfeportal berichtet vom neugestalteten EUROPASS, der eine gute Hilfe für junge Bewerberinnen und Bewerber darstellt. Weitere Informationen auf der Webseite des Jugendhilfeportals: http://www.jugendhilfeportal.de/jugendarbeit/artikel/eintrag/neu-gestalteter-europass-lebenslauf-leistet-starthilfe-fuer-den-berufseinstieg/ …und hier geht es direkt zum EUROPASS: http://www.europass-info.de/

Silvio Ströver, Dipl.-Päd.

ADHS – Wissen für Eltern, Erzieher/-innen & Pädagogen/-innen

Eine Broschüre klärt kurz und übersichtlich über „ADHS“ auf. „ADHS“ steht für das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom. Inzwischen scheinen immer mehr Kinder darunter zu leiden. Um diese Störung besser zu verstehen und Frühzeichen in Gruppen bzw. Schulklassen schneller zu erkennen, hilft es, diese Broschüre zu lesen. Sie können diese kostenlos auf der Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) downloaden (oder bestellen):  http://www.bzga.de/infomaterialien/kinder-und-jugendgesundheit/hyperaktivitaetssyndrom-was-bedeutet-das/

Natürlich – darauf wird auch auf der BZgA-Webseite klar hingewiesen – leidet nicht jedes bewegungsfreudige und unaufmerksame Kind an dem ADHS-Syndrom.

Doch so informativ diese Broschüre auch sein mag, verweise ich auch auf auf eine völlig konträre Sichtweise auf diese Problematik. Nicht wenige Fachleute sehen in der ADHS lediglich die wirtschaftlichen Interessen der Pharmaindustrie bedient. Störende Kinder werden demnach mithilfe von Psychopharmaka quasi ruhiggestellt. Wer sich mit ADHS beruflich auseinanderzusetzen hat, sollte auch die Gegenpositionen kennen.

Auf einer ADHS-Kritik-Webseite finden Sie Fachartikel und sonstige Publikationen (unter: http://www.adhs-kritik.de/aufsaetze/Aufsaetze.html) , die aufzeigen, dass viele Experten die Existenz der ADHS  bezweifeln:

„ADHS ist eine erfundene Krankheit, deren bloße Existenz in der Wissenschaft umstritten ist. Dennoch werden auf der Grundlage von fragwürdigen Diagnosekriterien psychiatrische Drogen verabreicht, die in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Lebensprobleme von Kindern werden zur psychiatrischen Krankheit umfunktioniert und ermöglichen so Teilen der Pharmaindustrie enorme Gewinne.“

Quelle: http://www.adhs-kritik.de/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Fachforum „ERST MAL DEN ABSCHLUSS MACHEN – UND DANN?

Auf der Webseite des Jugendhilfeportals wird auf das Fachforum „ERST MAL DEN ABSCHLUSS MACHEN – UND DANN?“ in Frankfurt am Main hingewiesen. Es wird am 05.03.2013 stattfinden, die Anmeldung ist nur noch bis morgen (= Freitag, den 22.02.2013) u. a. hier möglich: http://www.jugendhilfeportal.de/jugendarbeit/artikel/eintrag/junge-menschen-in-ausbildung-und-beim-berufseinstieg-fachforum-im-maerz/.

Gerne verweise ich hier ebenfalls wie das Jugendhilfeportal für mehr Informationen auf die Webseite des Zentrums Eigenständige Jugendpolitik: http://www.allianz-fuer-jugend.de/.

Hier werden alle Veranstaltungen aufgelistet, die das oben genannte Zentrum durchführt: http://www.allianz-fuer-jugend.de/Veranstaltungen/451/.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Ausbildungsmarketing

Heute müssen Betriebe aktiv auf Bewerberinnen und Bewerber zugehen, um geeignete Fachkräfte zu gewinnen. Viele Betriebe gehen zur Universität und veranstalten eine Jobmesse. Manche Berufe erfreuen sich jedoch großer Beliebtheit, wie z. B. der Kfz-Mechatroniker oder der Beruf der Bankkauffrau. Auch Berufe in der IT-Branche werden gerne erlernt.

Jedoch haben es Berufe im Gaststättengewerbe, in der Pflege, im Lebensmittelbereich oder auch in der Hotelbranche es zunehmend schwer, Nachwuchs zu finden. Professor Dr. Friedrich Hubert Esser ist der Überzeugung, dass Betriebe, die in diesen Berufsfeldern vertreten sind, verstärkt die Vorzüge einer Ausbildung in ihrem jeweiligen Gewerbe deutlich machen müssen. Insbesondere ist es hier wichtig, auf gute Job- und Karrieremöglichkeiten aufmerksam zu machen, wie es z. B. der  preisgekröntenMalzers Backstube“ in Gelsenkirchen (Ruhrgebiet/Nordrhein-Westfalen) gelungen ist, die sich mehr als lediglich schöne Hochglanzbroschüren für Schülerinnen und Schüler ausgedacht haben, um  jungen Leuten eine gute, berufliche Perspektive im Bäckereihandwerk zu bieten.

Lesen Sie hierzu das Interview auf Bildungsklick.de, auf das sich dieser Berufepaedblog-Artikel bezieht: http://bildungsklick.de/a/86800/ausbildungsmarketing-den-jugendlichen-zeigen-dass-sie-in-diesem-beruf-erfolgreich-sein-koennen/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Berufsorientierung – 2. Jahrestagung des Berufsorientierungsprogramms am 26. / 27. November 2012 in Berlin

Diese 2.  Berliner Jahrestagung Ende November 2012  zeigte auf, dass das Berufsorientierungsprogramm (BOP) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) inzwischen recht erfolgreich verläuft.

Bestandteile dieses Programms sind seit 2008 die Durchführung von Potenzialanalysen, die Teilnahme der Schüler an Werkstatttagen und das hohe Engagement der vielen Akteure (siehe: http://www.berufsorientierungsprogramm.de/html/de/106_334.php).

Dabei werden SchülerInnen unterstützt, die versuchen, in der Sekundarstufe I (Haupt-, Realschüler, Regionalschüler etc.)  einen Schulabschluss zu erlangen.  Das BOP ist wiederum selbst Teil der „Initiative Bildungsketten“.  Ziel ist es auch hier, den Übergang von Schule in den Beruf optimal zu gestalten.

Dabei wird hier der präventive Charakter deutlich, da man bereits zwei Jahre vor dem Schulabschluss in der Schule sozialpädagogisch berät und unterstützt und nicht erst dann hilft, wenn Jugendliche arbeitslos sind. Weitere Informationen rund um die „Bildungsketten“ gibt es hier: http://www.bildungsketten.de/de/235.php.

Professor Armin Nassehi (LMU München) betonte in seinem – auch aus meiner Sicht – sehr unterhaltsamen Vortrag, dass der berufliche Werdegang häufig vom Zufall abzuhängen scheint.  Jedoch verläuft das Leben in der Regel nicht völlig chaotisch. In der Tat entscheidet sich der Mensch nicht aufgrund einer fundierten Überlegung heraus, da das nötige (theoretische) Wissen hierzu oft auch fehlt. Denn es ist oft auch erst gar nicht möglich, alles (rational) zu bedenken, häufig wird spontan entschieden. Die Entscheidung ist damit auch davon abhängig, welche praktischen Erfahrungen ein einzelner Mensch im Leben gemacht hat. Es wird sogar davon ausgegangen, dass das praktische Erleben bedeutsameres Wissen erzeugt, als es schulische Bildung (also kognitiv erzeugtes Wissen) in der Lage dazu wäre.  Praktisches Erleben ist damit größtenteils dafür verantwortlich, wie wir uns überhaupt – und damit auch für oder gegen einen Beruf – entscheiden.

Folglich erklärt sich dadurch auch der Erfolg des BOPs, das handlungsorientiert aufgebaut ist und damit sowohl theoretische als auch praktische Aspekte vereint. Auf gesellschaftlicher Ebene ist das BOP im Prinzip nichts anderes als ein Instrument, das gesellschaftliche Unsicherheit ausgleichen soll. So hilft man Hauptschülern und anderen Schülern eine Antwort zu geben. Wichtig ist hierbei, dass die entsprechenden sozialpädagogischen Berater/-innen das notwendige theoretische Wissen vermitteln können, während die Schüler/-innen gleichzeitig die Chance haben, z. B. anhand der Potenzialanalyse und der Werkstatttage praktische Erfahrungen zu sammeln, um dann zu einer gelingenden Berufswahlentscheidung zu kommen.

Hier können Sie sich den Vortrag als Pdf-Datei herunterladen: http://www.berufsorientierungsprogramm.de/library/Berufsorientierung_Nassehi.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

NRW-Justiz: Lehrbriefe eines Professors

Wie begeistert man den Nachwuchs für einen Berufszweig? Professor Peter Dyrchs hat einen literarischen Weg gewählt und schrieb einer imaginären Schülerin namens „Passionara“ Lehrbriefe, die helfen sollen, das Jura-Studium in vielen Facetten zu verstehen. Am Ende steht die Entscheidung fest. Wird Passionara Jura studieren? Lesen Sie selbst: http://www.justiz.nrw.de/JM/justizpolitik/rechtskunde/bereich_schueler/briefe_an_passionara/index.php.

Weitere Informationen für Schülerinnen und Schüler über das Jura-Studium gibt es  auf dieser Webseite: http://www.justiz.nrw.de/JM/justizpolitik/rechtskunde/bereich_schueler/index.php – Eine Übersicht über Berufsbilder im Justizwesen finden Sie dagegen hier: http://www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/Stellen/berufsbilder/index.php.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Seyfferth Elektronik – Ein Interview über Karrierechancen in der Elektrotechnik

Herr Seyfferth, Technischer Leiter

Frank Seyfferth,         Technischer Leiter

 Interview (vom Januar.2013)  mit Herrn Seyfferth, Technischer Leiter der Firma „Seyfferth Elektronik“ in 44269 Dortmund, Schüruferstraße 199:

Ströver: „Hallo Herr Seyfferth, Sie sind Technischer Leiter der Dortmunder Firma Seyfferth Elektronik‘ und verfügen laut Ihrer Webseite http://seyfferth-elektronik.de über langjährige Erfahrung in der Kleinserienfertigung von Elektronik-Baugruppen für die analoge und digitale Schaltungstechnik (siehe: http://seyfferth-elektronik.de/seyfferth-elektronik.html).“

Seyfferth: „Hallo Herr Ströver, ja, genauso verhält es sich. Wir fertigen im Bereich der analogen Schaltungstechnik typische Baugruppen wie z. B. Verstärker, Filter, Signalaufbereitung, Audio- und Videotechnik und nehmen auch individuelle Anpassungen vor. Im Bereich der digitalen Schaltungstechnik entwickeln wir dagegen Logikschaltungen, Microprozessoren, -controller, PLD und FPGA, DSP und viele weitere Bauelemente. Die digitalen Elemente weisen vergleichsweise mehr Funktionen und Bauteile auf als analoge Baugruppen. Die analogen Elemente hingegen behaupten sich jedoch immer noch zurecht auf dem Markt, da schon einfache und wenige Bauelemente völlig ausreichen, um beispielsweise einen effizienten Audioverstärker zu erstellen.“

Ströver: „Als Diplom-Pädagoge, der u. a. Jugendliche und erwachsene Bewerber coacht und sozialpädagogisch berät, interessiert mich besonders, welche Berufsbilder in Ihrer Firma vertreten sind. Welche Berufe können Praktikanten beispielsweise näher kennenlernen?“

Seyfferth: „Zu uns kommen in der Regel Studierende aus den Bereichen Ingenieur/-in mit dem Schwerpunkt der Elektrotechnik, Ingenieur/-in mit der Fachrichtung Informations und Telekommunikation, Ingenieur/-in der Mikroelektronik und Ingenieur /-in mit dem Schwerpunkt Mikrosystemtechnik. Darüberhinaus arbeiten auch Mechatroniker/-innen im Rahmen eines Praktikums bei uns.“

Ströver:  „Welche Voraussetzungen sollten diese Praktikanten/-innen unbedingt mitbringen, um erfolgreich in diesen Berufen arbeiten zu können?“

Seyfferth: „Selbstverständlich sollten die Kandidaten/-innen über gute Physik- und sehr gute Mathematikkenntnisse verfügen. Darüberhinaus müssen sie die englische Sprache sicher beherrschen, um die englischsprachigen Datenblätter lesen zu können. Darüberhinaus ist es bei uns wichtig, über eine gewisse Teamfähigkeit zu verfügen. Auch sollten Mitarbeiter in diesen Berufsfeldern in der Lage sein, mit ganz unterschiedlichen KundInnenn zurechtzukommen. Schließlich wird in unserer Firma selbständiges Arbeiten vorausgesetzt, da naturgemäß viel am Pc gearbeitet wird. Zuletzt ist es gerade in der Elektrotechnik entscheidend, die neuesten Entwicklungen zu verfolgen und zu kennen. Die technischen Neuheiten kann man am besten durch Internet-Recherchen, durch das Studium von Fachzeitschriften und durch regelmäßige Messebesuche in Erfahrung bringen. So setzen wir das Prinzip des lebenslangen Lernens neben der alltäglichen Arbeit im Betrieb um. Zusätzlich zu erforderlichen Fortbildungen erwarten wir von unseren MitarbeiterInnen, sich selbstverständlich fortlaufend autodidaktisch bzw. in Eigenverantwortung wie beschrieben fortzubilden. Eine Tätigkeit in unserer Branche sollte mehr als nur irgendein Job sein.“

Ströver:  „Wie sehen denn aus Ihrer Erfahrung die aktuellen Chancen auf dem Arbeitsmarkt für angehende Ingenieure und Mechatroniker aus?“

Seyfferth: „Eine Ausbildung bzw. ein Studium in diesen Berufen lohnt sich auch aus unserer Erfahrung. Aufgrund des Fachkräftemangels haben BewerberInnen aktuell sehr gute Chancen, eine gutbezahlte Arbeitsstelle in den genannten Tätigkeitsfeldern zu finden. Hier empfehle ich für die Hochschulabsolventen, sich frühzeitig an den Jobbörsen, die auf dem Campus durchgeführt werden, den potenziellen Arbeitgebern vorzustellen. Die Firmen suchen händeringend nach gut ausgebildetem Nachwuchs.“

Ströver: „Was bieten Sie denn den PraktikantInnen an, die in Ihre Firma kommen?“

Seyfferth:  „Bei uns lernen die PraktikantInnen die gesamte Breite an Tätigkeiten in der Elektrotechnik kennen. Wir bieten unseren KundInnen maßgeschneiderte und passgenaue Lösungen an. Somit profitieren sie von unserem langjährigen Knowhow in der Elektro-, Computer- und Audiotechnik. Das Reizvolle besteht also in dem, was der Kunde von uns wünscht. Insofern ist jeder Kundenauftrag individuell und einzigartig, Langeweile oder Monotonie gibt es bei uns nicht. PraktikantInnen, die sich jedoch eine Tätigkeit erhoffen, die man lange vorher sicher planen und vorhersehen kann, sind bei uns an der falschen Adresse. Wer Lust auf ein abwechslungsreiches und technisch spannendes Praktikum hat, kann sich gerne an mich wenden.“

Ströver:  „Bitte eine abschließende Bemerkung zum Thema ‚persönliche Daten und soziale Netzwerke‘ – was können Sie aus Arbeitgebersicht Bewerbern raten?“

Seyfferth: „Natürlich sollten Bewerberinnen und Berwerber vorsichtig im Umgang mit persönlichen Daten im Internet bzw. in sozialen Netzwerken sein. Unangenehme Folgen hat es für Bewerber/-innen, wenn man als Arbeitgeber zufällig über peinliche Fotos stolpert, so etwas kann die Karriere schnell beenden. Jedoch wird das Internet bei immer mehr Firmen gerne eingesetzt, um neue Mitarbeiter zu gewinnen. Es kommt immer nur darauf an, welche Informationen in welcher Weise ins Netz gestellt werden, was im Übrigen auch für Unternehmen gilt. Unverzeihlich ist es jedoch, wenn Bewerber sich vor einem Vorstellungsgespräch nicht mindestens anhand der Firmenwebseite über die angebotenen Produkte, über die Firmenphilosophie etc. informiert haben.“

Ströver: „Vielen Dank Herr Seyfferth für das Gespräch, ich wünsche Ihnen engagierte, fachlich gut ausgebildete und sympathische PraktikantInnen, die sich auf Ihrer Webseite http://seyfferth-elektronik.de sehr gut informiert haben!

Seyfferth: „Die können wir gut gebrauchen. Vielen Dank!“

Firmenlogo von Seyfferth Elektronik

Firmenlogo von Seyfferth Elektronik

Safety 1st – Die Ausbildungsvergütung

Auf der Webseite http://www.safety1st.de finden Auszubildende, Eltern, LehrerInnen oder ErzieherInnen bzw. SozialpädagogInnen ein von der Stiftung Jugend und Bildung zum Download angebotenes Arbeitsblatt (Stand Dezember 2012) , das über die Ausbildungsvergütung informiert: http://www.safety1st.de/files/483/Arbeitsblatt_Ausbildungsverguetung.pdf.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

VER.DI Jugend: Vorstellungsgespräch & Assessment Center & weitere Tipps

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft VER.DI hat im VER.DI-Jugend-Portal eine Rubrik zur Berufsorientierung: http://ausbildung.info/berufsorientierung. Zudem möchte ich hier auf die Rubrik Vorstellungsgespräch & Assessment Center hinweisen: http://ausbildung.info/vorstellungsgespraech-assessment-center.

Daneben gibt es nützliche Tipps rund um das Studium: http://ausbildung.info/studium, um die Ausbildung: http://ausbildung.info/ausbildung, um den Berufseinstieg: http://ausbildung.info/berufsseinstieg und um den Bereich der Fort- und Weiterbildung: http://ausbildung.info/weiterbildung.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Hochschulabsolventen bei Amazon gesucht

Akademiker/-innen mit einer „Hands-on Mentalität“ haben gute Chancen, bei Amazon einen Job zu bekommen. Hier können Sie sich über Stellenmöglichkeiten informieren: http://www.amazon-operations.de/what-we-look-for

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Karriere bei der Sparkasse

Wer gerne in einer Bank arbeiten möchte, kann sich u. a. auch bei der Sparkasse bewerben. Sie bietet unter anderen Schülern Praktika und Ausbildungsplätze an:  http://karriere.sparkasse.de/schulabgaenger/index.html – wobei es hier zur Sparkassen-Stellenbörse geht: http://karriere.sparkasse.de/stellen_und_ausbildungsplatzboerse/index.html.

Auch Hochschulabsolventen können sich im Karriere-Portal der Sparkasse nach Stellenmöglichkeiten umschauen: http://karriere.sparkasse.de/hochschulabsolventen/index.html.

Arbeitssuchende und Berufserfahrende können sich hier ebenfalls bewerben: http://karriere.sparkasse.de/berufserfahrene/index.html

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Die Kölner Universität als Schüler entdecken

Schülerinnen und Schüler aufgepasst!

Die Universität Köln bietet nicht nur ein „Schnupperstudium“ an, sondern gibt auch nützliche Tipps zur Studienwahl und hilft bei der Entscheidung. U. a. werden auch Tests beschrieben, die Auskunft geben, ob man für dieses oder für jenes Studium geeignet ist. Manche Tests sind kostenpflichtig, andere wiederum sind kostenlos (siehe Beschreibungen). Die Uni Köln hat auch Self-Assessments verlinkt, ebenfalls Testverfahren, die helfen, berufliche Fähigkeiten festzustellen und damit die richtige Wahl für einen Studiengang zu treffen:

Self-Assessments & Eignungstests: http://verwaltung.uni-koeln.de/abteilung21/content/schueler/erkunden/self_assessments_und_eignungstests/index_ger.html

Wer also Interesse hat, an der Uni Köln zu studieren, kann sich hier über Bewerbungsmöglichkeiten informieren: http://verwaltung.uni-koeln.de/abteilung21/content/schueler/bewerben/index_ger.html

Hier nocheinmal alle Beratungsangebote der Universität Köln im Überblick: http://verwaltung.uni-koeln.de/abteilung21/content/beratungsangebote/index_ger.html

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge