Kategorie-Archiv: Fort- & Weiterbildung

„Informelles Lernen in der betrieblich-beruflichen Weiterbildung“ von Matthias Rohs & Peter Dehnbostel

Einen 4-seitigen Überblick über informelles Lernen in der betrieblich-beruflichen Weiterbildung erhalten Sie hier:

Rohs, M. & Dehnbostel. P. (2007). Informelles Lernen in der betrieblich-beruflichen Weiterbildung.
http://www.informelles-lernen.de/fileadmin/dateien/Informelles_Lernen/Texte/Dehnbostel_Rohs_2007.pdf

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Fachforum „ERST MAL DEN ABSCHLUSS MACHEN – UND DANN?

Auf der Webseite des Jugendhilfeportals wird auf das Fachforum „ERST MAL DEN ABSCHLUSS MACHEN – UND DANN?“ in Frankfurt am Main hingewiesen. Es wird am 05.03.2013 stattfinden, die Anmeldung ist nur noch bis morgen (= Freitag, den 22.02.2013) u. a. hier möglich: http://www.jugendhilfeportal.de/jugendarbeit/artikel/eintrag/junge-menschen-in-ausbildung-und-beim-berufseinstieg-fachforum-im-maerz/.

Gerne verweise ich hier ebenfalls wie das Jugendhilfeportal für mehr Informationen auf die Webseite des Zentrums Eigenständige Jugendpolitik: http://www.allianz-fuer-jugend.de/.

Hier werden alle Veranstaltungen aufgelistet, die das oben genannte Zentrum durchführt: http://www.allianz-fuer-jugend.de/Veranstaltungen/451/.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

VER.DI: Unterrichtsmaterialien (Rechte & Pflichten von Azubis, Mindestlohn, Geschichte der Gewerkschaft, Tarifvertrag und vieles mehr)

Welche Rechte und Pflichten haben Auszubildende? Hier gibt es von VER.DI Unterrichtsmaterialien zu dieser Frage: http://jugend.verdi.de/community/service/ver.di_school/unterrichtsthemen/ue_2_1

Auch erklärt VER.DI anhand von weiteren Unterrichtsmaterialien, was ein Tarifvertrag ist: http://jugend.verdi.de/community/service/ver.di_school/unterrichtsthemen/ue_2_6

Hier finden Sozialarbeiter oder Lehrer Materialien zur Geschichte der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung: http://jugend.verdi.de/community/service/ver.di_school/unterrichtsthemen/ue_2_4

Betriebliche Interessensvertretung lebt davon, dass der Nachwuchs weiß, wie er sich selbst im Betrieb beteiligen kann. Hier wird anhand weiterer Unterrichtsbausteine z. B. für die Berufsschule beschrieben, wie die betriebliche Mitbestimmung von Azubis aussehen kann: http://jugend.verdi.de/community/service/ver.di_school/unterrichtsthemen/ue_2_7

Inzwischen fordern immer mehr Menschen den Mindestlohn. Warum es immer mehr Stimmen gibt, die den Mindestlohn fordern, kann man gut anhand der folgenden Unterrichtssequenzen Schülerinnen und Schülern erklären: http://jugend.verdi.de/community/service/ver.di_school/unterrichtsthemen/mindestlohn

Um jungen Leuten den Aufbau und die Struktur der Gewerkschaften zu vermitteln, kann es hilfreich sein, diese Unterrichtsentwürfe zu nutzen: http://jugend.verdi.de/community/service/ver.di_school/unterrichtsthemen/ue_2_3

Diese und weitere VER.DI-Unterrichtsmaterialien können Sie u. a. hier downloaden: http://jugend.verdi.de/community/service/ver.di_school/unterrichtsthemen

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Ausbildungsmarketing

Heute müssen Betriebe aktiv auf Bewerberinnen und Bewerber zugehen, um geeignete Fachkräfte zu gewinnen. Viele Betriebe gehen zur Universität und veranstalten eine Jobmesse. Manche Berufe erfreuen sich jedoch großer Beliebtheit, wie z. B. der Kfz-Mechatroniker oder der Beruf der Bankkauffrau. Auch Berufe in der IT-Branche werden gerne erlernt.

Jedoch haben es Berufe im Gaststättengewerbe, in der Pflege, im Lebensmittelbereich oder auch in der Hotelbranche es zunehmend schwer, Nachwuchs zu finden. Professor Dr. Friedrich Hubert Esser ist der Überzeugung, dass Betriebe, die in diesen Berufsfeldern vertreten sind, verstärkt die Vorzüge einer Ausbildung in ihrem jeweiligen Gewerbe deutlich machen müssen. Insbesondere ist es hier wichtig, auf gute Job- und Karrieremöglichkeiten aufmerksam zu machen, wie es z. B. der  preisgekröntenMalzers Backstube“ in Gelsenkirchen (Ruhrgebiet/Nordrhein-Westfalen) gelungen ist, die sich mehr als lediglich schöne Hochglanzbroschüren für Schülerinnen und Schüler ausgedacht haben, um  jungen Leuten eine gute, berufliche Perspektive im Bäckereihandwerk zu bieten.

Lesen Sie hierzu das Interview auf Bildungsklick.de, auf das sich dieser Berufepaedblog-Artikel bezieht: http://bildungsklick.de/a/86800/ausbildungsmarketing-den-jugendlichen-zeigen-dass-sie-in-diesem-beruf-erfolgreich-sein-koennen/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Blog.de – Ratgeber

Auch hier gibt es viele Bewerbungstipps und Hilfen rund um Fragen zur Ausbildung, zum Studium oder zum Vorstellungsgespräch: http://www.blog.de/ratgeber/berufsstart/tags/bewerbung/, http://www.blog.de/ratgeber/studium/ oder auch http://www.blog.de/tb/arbeit-karriere/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Berufsorientierung – 2. Jahrestagung des Berufsorientierungsprogramms am 26. / 27. November 2012 in Berlin

Diese 2.  Berliner Jahrestagung Ende November 2012  zeigte auf, dass das Berufsorientierungsprogramm (BOP) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) inzwischen recht erfolgreich verläuft.

Bestandteile dieses Programms sind seit 2008 die Durchführung von Potenzialanalysen, die Teilnahme der Schüler an Werkstatttagen und das hohe Engagement der vielen Akteure (siehe: http://www.berufsorientierungsprogramm.de/html/de/106_334.php).

Dabei werden SchülerInnen unterstützt, die versuchen, in der Sekundarstufe I (Haupt-, Realschüler, Regionalschüler etc.)  einen Schulabschluss zu erlangen.  Das BOP ist wiederum selbst Teil der „Initiative Bildungsketten“.  Ziel ist es auch hier, den Übergang von Schule in den Beruf optimal zu gestalten.

Dabei wird hier der präventive Charakter deutlich, da man bereits zwei Jahre vor dem Schulabschluss in der Schule sozialpädagogisch berät und unterstützt und nicht erst dann hilft, wenn Jugendliche arbeitslos sind. Weitere Informationen rund um die „Bildungsketten“ gibt es hier: http://www.bildungsketten.de/de/235.php.

Professor Armin Nassehi (LMU München) betonte in seinem – auch aus meiner Sicht – sehr unterhaltsamen Vortrag, dass der berufliche Werdegang häufig vom Zufall abzuhängen scheint.  Jedoch verläuft das Leben in der Regel nicht völlig chaotisch. In der Tat entscheidet sich der Mensch nicht aufgrund einer fundierten Überlegung heraus, da das nötige (theoretische) Wissen hierzu oft auch fehlt. Denn es ist oft auch erst gar nicht möglich, alles (rational) zu bedenken, häufig wird spontan entschieden. Die Entscheidung ist damit auch davon abhängig, welche praktischen Erfahrungen ein einzelner Mensch im Leben gemacht hat. Es wird sogar davon ausgegangen, dass das praktische Erleben bedeutsameres Wissen erzeugt, als es schulische Bildung (also kognitiv erzeugtes Wissen) in der Lage dazu wäre.  Praktisches Erleben ist damit größtenteils dafür verantwortlich, wie wir uns überhaupt – und damit auch für oder gegen einen Beruf – entscheiden.

Folglich erklärt sich dadurch auch der Erfolg des BOPs, das handlungsorientiert aufgebaut ist und damit sowohl theoretische als auch praktische Aspekte vereint. Auf gesellschaftlicher Ebene ist das BOP im Prinzip nichts anderes als ein Instrument, das gesellschaftliche Unsicherheit ausgleichen soll. So hilft man Hauptschülern und anderen Schülern eine Antwort zu geben. Wichtig ist hierbei, dass die entsprechenden sozialpädagogischen Berater/-innen das notwendige theoretische Wissen vermitteln können, während die Schüler/-innen gleichzeitig die Chance haben, z. B. anhand der Potenzialanalyse und der Werkstatttage praktische Erfahrungen zu sammeln, um dann zu einer gelingenden Berufswahlentscheidung zu kommen.

Hier können Sie sich den Vortrag als Pdf-Datei herunterladen: http://www.berufsorientierungsprogramm.de/library/Berufsorientierung_Nassehi.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

VER.DI Jugend: Vorstellungsgespräch & Assessment Center & weitere Tipps

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft VER.DI hat im VER.DI-Jugend-Portal eine Rubrik zur Berufsorientierung: http://ausbildung.info/berufsorientierung. Zudem möchte ich hier auf die Rubrik Vorstellungsgespräch & Assessment Center hinweisen: http://ausbildung.info/vorstellungsgespraech-assessment-center.

Daneben gibt es nützliche Tipps rund um das Studium: http://ausbildung.info/studium, um die Ausbildung: http://ausbildung.info/ausbildung, um den Berufseinstieg: http://ausbildung.info/berufsseinstieg und um den Bereich der Fort- und Weiterbildung: http://ausbildung.info/weiterbildung.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Hochschulabsolventen bei Amazon gesucht

Akademiker/-innen mit einer „Hands-on Mentalität“ haben gute Chancen, bei Amazon einen Job zu bekommen. Hier können Sie sich über Stellenmöglichkeiten informieren: http://www.amazon-operations.de/what-we-look-for

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Karriere bei der Sparkasse

Wer gerne in einer Bank arbeiten möchte, kann sich u. a. auch bei der Sparkasse bewerben. Sie bietet unter anderen Schülern Praktika und Ausbildungsplätze an:  http://karriere.sparkasse.de/schulabgaenger/index.html – wobei es hier zur Sparkassen-Stellenbörse geht: http://karriere.sparkasse.de/stellen_und_ausbildungsplatzboerse/index.html.

Auch Hochschulabsolventen können sich im Karriere-Portal der Sparkasse nach Stellenmöglichkeiten umschauen: http://karriere.sparkasse.de/hochschulabsolventen/index.html.

Arbeitssuchende und Berufserfahrende können sich hier ebenfalls bewerben: http://karriere.sparkasse.de/berufserfahrene/index.html

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Karriere bei Karstadt

Bewerber/-innen, Studenten/-innen und Schüler/-innen aufgepasst! Wer möchte nicht gerne bei Karstadt Karriere machen? Informieren Sie sich hier über Arbeitsstellen, über Praktikumsmöglichkeiten, Ausbildungschancen und Trainee-Programme bei Karstadt:

Jobs: http://www.karstadt-karriere.de/de/Arbeiten-bei-Karstadt.html

Für Schüler: http://www.karstadt-karriere.de/de/Schüler.html

Ausbildungsplätze: http://www.karstadt-karriere.de/de/Schüler/Ausbildung.html

Schüler-Praktika: http://www.karstadt-karriere.de/de/Schüler/Schülerpraktikum.html

Für Studierende: http://www.karstadt-karriere.de/de/Studenten.html

Praktika für Studenten / -innen: http://www.karstadt-karriere.de/de/Studenten/Praktikum-für-Studenten.html

Trainee-Programme für Studenten/-innen: http://www.karstadt-karriere.de/de/Studenten/Trainee-Programme.html

Ein Wort an die Eltern: http://www.karstadt-karriere.de/de/Schüler/Informationen-für-Eltern.html

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

VHS Niebüll: Jetzt zum Bewerbungstraining anmelden

Ab dem 26.02.2013 biete ich Ihnen einen Bewerbungstrainings-Kurs an der Volkshochschule Niebüll an.  Sie können sich ab sofort hier gerne  anmelden: http://www.vhs-sh.net/index.php?page=programm&vhs=niebuell&kurs=AL%201.07.H1780

Kursinhalt:
01. Einführung, Prinzipien einer effektiven Bewerbung („Be-Werbung“)
02. Stellenrecherche anhand der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (Internetrecherche)
03. Erstellen eines Lebenslaufs, Deckblatts, Anschreibens
04. Fertigstellung der Bewerbungsunterlagen (per Datei oder mind. als Schwarz-weiß-Ausdruck)
Schulzentrum Niebüll
Kursnummer: H1780    Status: ausreichend freie Plätze       Einzeltermine…
4 Termine, beginnend ab dem 26.02.2013
von 18:30 bis 20:00 Uhr Kursleitung: Silvio Ströver
Kursort: RgS J 1.03 VHS-Medienraum
Kursgebühren: 30,00 Euro (nicht ermäßigbar)
Material: Idealerweise: Mitbringen eines aktuellen Bewerbungsfotos, ggf. Zeugniskopien, einer einfachen Klemmmappe für die Bewerbung

Quelle: http://www.vhs-sh.net/index.php?page=programm&vhs=niebuell&kurs=AL%201.07.H1780

Wer darüberhinaus Interesse hat, das Halten freier Reden zu trainieren, kann sich auch hier gerne zu einem weiteren VHS-Kurs anmelden: http://www.paedblog.de/2013/01/18/vhs-niebuell-kurs-freies-sprechen-kommunikationstraining-jetzt-anmelden/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Was Facebook über Bewerber/-innen weiß

Facebook ist eine gewiefte Datenkrake: Freimütig erzählen u. a. Bewerberinnen und Bewerber über ihr Leben und geben somit jede Menge Informationen von sich preis, weil Facebook es versteht, eine Plattform anzubieten, auf die heute kaum einer verzichten mag. Doch dass ein falscher Facebook-Eintrag zu einer Absage oder Kündigung führen kann, ist scheinbar noch immer nicht bei allen angekommen (siehe auch: http://berufe.paedblog.de/2013/01/09/wer-beleidigt-riskiert-sehr-viel/).  Viele ahnen offenbar nicht, dass Facebook auch mit scheinbar gelöschten Angaben noch immer arbeitet und gutes Geld erwirtschaften muss. Hier veranschaulichen Videofilme, was Facebook mit den persönlichen Daten seiner Nutzer machen kann:

„Der Kampf mit Facebook | Die Verbraucherschützer“:

http://www.youtube.com/watch?v=F9JDq3JTXjQ&feature=youtu.be

„Was Facebook über Dich weiß“:

http://www.youtube.com/watch?v=lYDx0Z75rt4

Welche Rechte Sie haben, können Sie hier z. B. auf der Webseite des Verbraucherzentrale-Bundesverbands nachlesen: http://www.surfer-haben-rechte.de

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

 

Wissensmanagement beeinflusst womöglich die betriebliche Bildungsarbeit

Allen Berufepaedblogleserinnen und -lesern ein frohes, neues Jahr 2013!

Hermann Herget, Uta Weis und Heike Zinnen gehen in einem Artikel der Frage nach, inwieweit die betriebliche Bildungsarbeit durch das Konzept des Wissensmanagements verändert wird. Lesen Sie hier ihre ernüchternde Antwort: www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/publication/download/id/963

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Jobbörse für Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler

In Leipzig findet am 17.01.2013 eine „5. Mitteldeutsche Jobbörse für NaturwissenschaftlerInnen“ statt. Organisiert wird diese Jobbörse von dem JungChemikerForum Leipzig in Kooperation mit der Graduiertenschule BuildMoNa der Universität Leipzig. Klicken Sie auf die folgende Webseite, um mehr Informationen zu erhalten: http://www.jcf.uni-leipzig.de/jobmesse.html

Link-Tipp: 

JungChemikerForum Leipzig-Webseite: http://www.jcf.uni-leipzig.de/

BuildMoNa-Webseite der Universität Leipzig: http://www.buildmona.de/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

 

Ansätze in der Berufslaufbahn-Beratung

Die Entwicklung der Berufslaufbahn wird  in zweifacher Weise theoretisch beschrieben. Zum einen gibt es das Stufenmodell, wobei jeweils eine Stufe nach der anderen erklommen werden muss. So beinhaltet jede Stufe eine individuelle Entwicklungsaufgabe. Der Prozess der beruflichen Enwicklung besteht demnach aus einer Kette aus Einzelphasen, die hintereinander durchlaufen werden müssen. Dieser zuerst genannte stufenartige Ansatz in der Berufslaufbahnforschung, den der Sozialforscher Donald Super entwickelt hat, beschreibt die folgenden 4 Phasen:

„• Wachstums- und Explorationsstadium (Kindheit bis frühes Erwachsenenalter). Entwicklung berufsrelevanter Interessen, Fähigkeiten, Werthaltungen und Zielvorstellungen sowie die Entwicklung des Berufskonzeptes.
• Etablierungsstadium (frühes bis mittleres Erwachsenenalter). Entwicklung
einer Bindung an den gewählten Beruf (commitment, Laufbahnbindung) und der Versuch der Stabilisierung in der eingeschlagenen Laufbahn.
• Erhaltungsstadium (reifes Erwachsenenalter). Aufrechterhaltung und Sicherung des beruflichen Status.
• Stadium des Rückzugs (spätes Erwachsenenalter). Veränderung der Einstellung zur Arbeit und zum Beruf sowie zur allgemeinen Verringerung und Verlagerung der Aktivitäten.“

Zitiert aus: http://athene.bibl.unibw-muenchen.de:8081/doc/86279/86279.pdf, Seite 28.

Der neuere Ansatz stellt den oben genannten infrage. Ulrich Becks Individualisierungsthese gleicht sich der beruflichen Realität schon eher an, die sich dadurch auszeichnet, dass Arbeitnehmer häufiger als bisher ihren Arbeitsplatz, Arbeitgeber und sogar den Beruf wechseln.

Nachdem die Entwicklung der Berufslaufbahn theoretisch in zweifacher Weise beschrieben wurde, entstanden in der Folge drei unterschiedliche Ansätze zur entsprechenden  Berufslaufbahnberatung, und zwar der sozialkognitive, der ressourcenorientierte und der bindungstheoretische Ansatz.

Der sozialkognitive Ansatz des Career Counseling haben Lent, Brown und Hackett beschrieben. Sie leiteten ihren Ansatz von Albert Banduras Lerntheorie ab. Hierbei spielt das Konzept der Selbstwirksamkeit eine entscheidende Rolle. Dieses Konzept beinhaltet den Umstand, an die Wirksamkeit seiner eigenen Fähigkeiten zu glauben.  So konnte nachgewiesen werden, dass Frauen beruflich weniger Erfolg hatten, da sie weniger von ihren eigenen Fähigkeiten überzeugt waren. Daneben wirken sich unterschiedliche Faktoren wie z. B. die soziale Herkunft, Geschlechtszugehörigkeit, biografische Erfahrungen etc.  sich auf die berufliche Laufbahn aus. Entscheidend ist hier auch die Nutzung eines Netzwerkes, da auf diese Weise eigene Ressourcen geschont werden. Je mehr soziale Kontakte ausgebaut werden, desto erfolgreicher gestaltet sich oft das Berufsleben.  Im Rahmen dieses sozialkognitiven Ansatzes zur Laufbahnberatung wird jedoch lediglich auf den Beratenden bzw. auf die Beratende geschaut und darauf verzichtet, diesen Menschen im Kontext seines Umfelds zu betrachten.

Der ressourcenorientierte Ansatz von Hobfoll (1998) ordnet Ressourcen in einer dreistufigen Hierarchie an, die prinzipiell der Bedürfnishierarchie von Marslow entspricht (vgl.: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/beduerfnishierarchie.html).  Die Klienten sollen in der Beratung angehalten werden, sich um ihre Ressourcen zu kümmern, um quasi (psychisch) wieder „voll aufzutanken“. Hierzu gehört es, dass die Ratsuchenden lernen sollen, gerade unter Stress und im bisweilen anstrengenden Alltag, wieder mehr auf auch sich selbst zu achten und sich die Ressourcen zu holen, die sie gerade brauchen. Pädagogisches Ziel könnte sein, das Ressourcenmanagement der Einzelnen Ratsuchenden zu fördern.

Der bindungstheoretische Ansatz in der Berufslaufbahnberatung geht davon aus, dass frühkindliche soziale Beziehungen das eigene Sozialverhalten prägen. Eine gute Beziehung des Jugendlichen zu seinen Eltern ist in der Regel förderlich für eine gelungende Berufswahlentscheidung. Jugendliche mit einem sicheren Bindungsstil zeigten sich nach außen hin aktiver und letzten Endes beruflich erfolgreicher als  unsichere, ängstlichere Jugendliche, die sich eher defensiv verhielten.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Benutzte Quelle:

GABLERS Wirtschaftslexikon. Das Wissen der Experten. Springer Gabler.: Bedürfnishierarchie. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/beduerfnishierarchie.html bzw. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/77711/beduerfnishierarchie-v5.html

GERSTENMAIER, Jochen; GÜNTHER; Susanne: Berufslaufbahnberatung (Career Counseling). In: NESTMANN, Frank; ENGEL, Frank, SICKENDIEK, Ursel (Hrsg.): Das Handbuch der Beratung. BAnd 2. Ansätze, Methoden und Felder. Tübingen: DGVT-Verlag, 2004, S. 933 – 945.

TRIEBEL, Claas: Kompetenzbilanzierung als psychologische Intervention. Wirkfaktoren und Wirkprinzipien in Laufbahnberatung und Coaching. Dissertation,  Universität der Bundeswehr München, März 2009, S. 28:  http://athene.bibl.unibw-muenchen.de:8081/doc/86279/86279.pdf,