Kategorie-Archiv: 2009

Die Ausbildung zum Fischwirt bzw. zur Fischwirtin


Bilderbuch von Hakon Mielche: Bobo an der See

Hakon Mielche war der Autor eines Kinderbuches, in dem ein kleiner Junge zu Wort kommt, der von seinen Erlebnissen auf einem Fischerboot zu berichten weiß. Schließlich beschließt der Junge für sich, dass auch er eines Tages Fischer werden will.

Zwar ist das Kinderbuch bereits einige Jahrzehnte alt, doch der Beruf des „Fischers“ – 1972 wurde die beiden Berufe Fischzüchter und Fischer zum Fischwirt zusammengefasst – fasziniert noch immer den (überwiegend männlichen) Nachwuchs. Es handelt sich dabei um einen Beruf, der Einiges abverlangt.

Täglich fährt man raus bei Wind und Wetter, trägt oft schweres Ölzeug und rackert sich ab, ständig auf der Suche nach dem Fang des Tages. Sind die Netze (mehr oder weniger) voll, kehrt man müde – und hoffentlich zufrieden – zurück, um den Fang zu verarbeiten, zu verkaufen und dann am nächsten Tag wieder auszufahren…

Wer nicht vor harter Arbeit zurückschreckt, nicht wasserscheu ist und mit Fischen arbeiten mag, sollte sich gut über Ausbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich informieren.

Es gibt – wie soll es auch anders sein – auch zu diesem Ausbildungsberuf des Fischwirtes reichlich Informationen. Daher angel ich Ihnen einige wichtige Infos heraus:

Der Fischwirt bzw. die Fischwirtin…

… arbeitet in den Schwerpunkten Fischhaltung und Fischzucht, Seen- und Flussfischerei oder kleine Hochsee- und   Küstenfischerei

… kennt die verschiedenen Gewässer und die darin lebenden Tiere und Pflanzen

… fängt Fisch und kann diesen zerlegen, konservieren und vermarkten

Quelle: http://www.bildungsserveragrar.de/ausbildung/berufe/fischwirtin

Umfassend kann man sich natürlich auch auf der Webseite der Bundesagentur über den   Beruf informieren:

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=13631

Dort erfährt man beispielsweise, welche Kompetenzen während der dreijährigen (landwirtschaftlichen) Ausbildung und welche Kompetenzen darüber hinaus in der Berufspraxis erworben werden:

Kernkompetenzen, die man während der Ausbildung erwirbt:

Fischverarbeitung, Fischwarenherstellung

Fischvermarktung

Weitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:

Besatzfische einbringen

Gewässerbewirtschaftung und Hegemaßnahmen

Gewässerschutz

Küstenfischerei

Netzemachen

Seen- und Flussfischerei

Teichwirtschaft

Tiere füttern

Verkauf

Wartung, Reparatur, Instandhaltung

Quelle: http://infobub.arbeitsagentur.de/berufe/berufId.do?_pgnt_pn=0&_pgnt_act=goToAnyPage&_pgnt_id=resultShort&status=P

Wichtig sind aber nicht nur körperliche Fitness und Fachwissen, sondern auch noch folgendes:

„“Mal steht der Fischwirt beim Fisch und befasst sich mit dem Tier, fünf Minuten später steht er im Verkaufsraum und verhandelt über eine Fischladung oder berät eine Kundin. Das kann man nur, wenn man umfassenden Spaß an der Sache hat“. “

So der Ausbilder Dr. Klinger in einem Interview mit dem WDR (Quelle: http://www.wdr-lehrstellenaktion.de/radio/lehrstellen/programm/2005/fischwirt.phtml)

Die Fischerei ist ein sehr altes Gewerbe in Deutschland, ca. 45.000 Menschen sind in der Fischerei tätig, so das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) auf dieser Webseite: http://www.bmelv.de/cln_102/DE/Landwirtschaft/Tier/Fischerei/fischerei_node.html

Dort   erfahren wir auch gleich von einem (relativ neuem) Portal, das jeder angehender Fischwirt kennen sollte:

http://www.portal-fischerei.de

Auf dieser Webseite gibt es wichtige Informationen z. B. zur Fischereiflotte, zur Vermarktung und Verarbeitung, aus der Forschung, über Fanggebieten oder zu Veranstaltungen.

Und da Deutschland mit seinen 16 Bundesländern viele unterschiedliche Bestimmungen und Besonderheiten zur Fischerei-Ausbildung bzw. jeweils unterschiedliche Ansprechpartner und Behörden vorzuweisen hat, ist gerade die Rubrik „Bundesländer“ sehr wichtig, um sich gezielt zu informieren.

Denn immerhin ist es etwas anderes, in Oberbayern eine Ausbildung zum Fischer zu machen als beispielsweise in Sachsen.

„Ein Herz für Tiere“ fasst – aus meiner Sicht – gut zusammen, was einen Fischwirt auszeichnet.   Neben den Sonnenseiten gibt es natürlich auch gewisse Schattenseiten in dem Beruf, die „Ein Herz für Tiere“ wie folgt beschreibt:

„Ein Seefischer muss täglich hinaus, auch wenn es nass und kalt ist. Auf lange Sommerurlaube wird er verzichten müssen und große Reichtümer kann er kaum mit der Fischerei allein erwirtschaften. Man muss schon sehr fleißig sein oder einen sehr großen Betrieb haben, um allein vom Fischverkauf leben zu können.“

Quelle: http://www.herz-fuer-tiere.de/info/tierische-berufe/fischwirt.html

Auch hier werden noch einmal unten auf der Seite wichtige Adressen für die Fischerei-Azubis aufgelistet (inklusive der Schweiz und Österreich).

Der Deutschlandfunk berichtete bereits 2004, dass sich die berufliche Situation für Fischer nicht unbedingt verbessert habe:

„Wegen der Überfischung von Nord- und Ostsee sind zwar die Liegezeiten in den vergangenen Jahren verlängert worden. Hinzu kommt, dass die Preise für Fisch und anderes Meeresgetier – etwa Krabben – niedriger sind als in den Vorjahren. Zusätzlich steigen die Auflagen an die Ausrüstung an Bord. Das aber schreckt die jungen Leute nicht ab. Meistens ist es die Familientradition, die sie in die Fußstapfen ihrer Eltern treten lässt.“

Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/298552

Aktuell hat die EU die Fangquoten gesenkt (vgl. http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1237608/Fischer-geschockt-ueber-erneute-Fangquotensenkung-fuer-Hering.html), und längst ist klar, dass der Wettbewerb stetig zunimmt. Inzwischen soll es nur noch 3700 Seefischer in Deutschland geben. Klaus Pinkis, ein solcher Seefischer, antwortet auf die Frage, ob man denn mit 200 kg Fisch am Tagnoch leben könne wie folgt: ““Uns geht es gut, aber es gibt andere, viele sogar, die klappern mit den Zähnen und kratzen an Hartz IV.““

(Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,569682,00.html)

Alternativen zum Fischwirt ist der Beruf des Fischer(ei)-Helfers (vgl. http://www.jumpforward.de/BKZ_022/Fischer_.html bzw. die Sucheingabe auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit: Sucheingabe:   “ Fischwirt*) oder auch die nautischen Berufe (vgl. http://www.hafenkarriere.de/tiki-index.php?page=Fischwirt) bzw. Sie nutzen die Möglichkeit, sich fortzubilden (Meister-Prüfung ablegen oder ein Studium im Bereich der Biologie etc.).

Hier finden Sie die Verordnung über die Berufsausbildung zum Fischwirt: http://bundesrecht.juris.de/fischwiausbv/index.html

Und können   sich unter anderen hier um eine Ausbildungsstelle bewerben (es handelt sich hierbei nur um einen kleinen Auszug, es gibt noch viele, weitere Recherche-Möglichkeiten):

http://www.kimeta.de/kiSearch_Guest.aspx

http://www.icjobs.de/index.php?action=stellenangebote_stellenanzeigen&e=Fischwirt

http://www.letitshine.de/Jobs/Jobsuche-Fischwirt

http://www.jobpiraten.com/Stellenangebote_Fischwirt_DE?PHPSESSID=6cca093e37dafc20d64f352c5dd1031b

http://www.jobrapido.de/?w=ausbildungsplatz%20fischwirt&l=

http://www.backinjob.de/lehrstellen/berufe/342/Ausbildung-Fischwirt-in—Kleine-Hochsee–und-Kuestenfischerei.html

http://www.jumpforward.de/Ausbildungsangebote/Ausbildung-Fischwirt/Ausbildungsstellen-Fischwirt

(Wichtig: Das Stellenangebot wechselt beinhahe täglich, daher mehrmals wöchentlich anklicken!)

Viel Erfolg bei der Ausbildungsplatz-Suche,

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Lese-Tipp:

Azubi: Fischwirt

Um die Wette angeln?

http://www.azubi-magazin.com/2007/06/11/fischwirt

Focus Karriere:

Krabbenfischer – Mit Hightech auf Krebsfang

Es ist ein schlechtbezahlter Knochenjob mit obendrein unsicherer Zukunft. Trotzdem ist Kapitän Gerold Conradi Krabbenfischer mit Leib und Seele.

http://www.focus.de/karriere/perspektiven/berufe/krabbenfischer-mit-hightech-auf-krebsfang_aid_318745.html

LänderReport Montag bis Freitag 13:05

27.7.200: Vom Fischer un sin Boot – Eine Familiensaga der Fischerei in MV. Von Eberhard Schade

http://www.dradio.de/dlr/sendungen/laenderreport/287591

RP-Online.de:

Wie werde ich Fischwirt?

http://www.rp-online.de/public/article/beruf/wie_werde_ich/442303/Wie-werde-ich-Fischwirt.html

Science Ticker Umwelt: Meeresbewohner folgen dem Klima

http://umwelt.scienceticker.info/2009/02/13/meeresbewohner-folgen-dem-klima

Elternarbeit mit Planet-beruf.de

Eltern können die Berufswahl ihrer Kinder unterstützen. U. a. haben Eltern die Möglichkeit, sich im Elternforum der Webseite der Bundesagentur für Arbeit http://www.planet-beruf.de/ mit anderen Eltern auszutauschen. Auch ist die Verständigung in türkischer Sprache gegeben. Laden Sie sich hier kostenlos Elternbroschüren herunter:

http://www.planet-beruf.de/Heftuebersicht.918.0.html?&type=103#c5783

Zudem gibt es hier weiterführende Tipps für Eltern (und Lehrer), wie sie dem Nachwuchs beruflich auf die Sprünge helfen können:

http://www.bwverlag.de/cd_awt/Manuskripte/10_Elternarbeit_BW-Verlag/10_Elternarbeit_BW-Verlag_Theorie.pdf

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Prinz-Ferdinand Hauptschule in Krefeld: Hauptschüler bewerben sich mit Unterstützung!

In einer gemeinsamen Endspurt–Aktion der Agentur für Arbeit, von 1.2.3 Azubi-Fit, der Kreishandwerkerschaft und der Schule konnten heute ausbildungswillige Schülerinnen und Schülern der Hauptschule Prinz-Ferdinand-Straße auf ihrem Weg in den Beruf ein großes Stück weitergebracht werden.
Während Frau Wienges–Haupt, Herr Lanken und Herr Ströver von den genannten Organisationen eine erstaunlich große Zahl von Ausbildungsplätzen anboten, konnten unter Aufsicht von Frau Kevenhörster an den BOB–Computern im Anschluss an die Beratung sofort Bewerbungsmappen inklusive Lebenslauf in professioneller Form erstellt und verschickt werden.

Auf diesem Weg wurden allein heute über 50 Bewerbungen erstellt und versendet.
(…)

Informieren Sie sich auf der Schul-Webseite über weitere schulsozialarbeiterische Aktionen, die Schülerinnen und Schüler erfolgreich in die Arbeitswelt verhelfen:

Quelle:

Ausbildungsendspurt an der Prinz Ferdinand Schule
4.Juni 2009:  http://www.xnetcray.de/6679/7.html

Berufseinstiegsbegleitung in Krefeld gestartet

Lesen Sie hier einen weiteren Zeitungsartikel über den Beginn der Berufseinstiegsbegleitung:

http://xcnet.de/projekte/xnetcreate.de_v2/pics/kunden/dateimanager/6679/Berufseinstiegsbegleitung.jpg

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Berufseinstiegsbegleitung: Artikel der Westdeutschen Zeitung

Silvio Ströver ist einer von sechs Beratern, die ab sofort ihr Quartier in den Schulen mit festen Öffnungszeiten beziehen und fünf Jahre lang begleiten werden. Der Diplompädagoge ist an der Prinz-Ferdinand-Schule Ansprechpartner für 20 von 75 ausgewählten Schülern der neunten Klassen – bei schulischen, familiären und persönlichen Schwierigkeiten.

Dazu empfängt und berät er auch Eltern oder besucht sie auf Wunsch abends zu Hause. Außerdem gehören zu seinen Aufgaben Schuldner- und Drogenberatung, Kontakte und Vermittlung zu Familienhilfe und Jugendzentren, die Organisation von Förderunterricht sowie von Praktika. Lehrerin und Berufswahlkoordinatorin Margarethe Kevenhörster wird ihn unterstützen.“

Lesen Sie hier mehr über diese neue Form der Schulsozialarbeit:

Quelle:  http://www.wz-newsline.de/lokales/krefeld/hilfe-beim-sprung-in-den-beruf-fachkraefte-nehmen-schueler-an-die-hand-1.116096

Videosequenzen für die Berufsorientierung & BA-Audio-News

Hilfreiche Videos für die Berufsorientierung bietet die Bundesagentur für Arbeit seit dem 20.01.2009 an. Auf der Webseite „Berufe.TV“ wird das neue Projekt wie folgt erklärt:

„Was ist BERUFE.TV?

Das hat es bisher noch nicht gegeben: Ein Filmportal nur über Berufe. BERUFE.TV ist das neue Filmportal der Bundesagentur für Arbeit. Das Besondere an den Filmen: Praktikanten, Azubis und Studenten berichten warum sie gerade diesen Beruf gewählt haben, was sie täglich machen und was besonders viel Spaß macht. Wir zeigen Berufe, Ausbildungswege und berufliche Tätigkeiten: Kurze Spotfilme geben einen ersten Einblick in typische Tätigkeiten, Überblicksfilme vergleichen die verschiedenen Ausbildungsberufe in einem Berufsbereich. Die Berufsfilme stellen Ausbildungs- und Studienberufe im Einzelnen konkreter und ausführlicher dar, sie zeigen beispielhaft Tätigkeiten und nennen grundlegende Anforderungen für Ausbildung und Studium. Wie bisher gibt es die Filme auch in den Berufsinformationszentren (BiZ) der Agenturen für Arbeit. Die Filme ergänzen das Netzwerk für Berufe - BERUFENET. BERUFE.TV wird ständig erweitert und aktualisiert. Also, schauen Sie wieder vorbei!“ Quelle: http://www.berufe.tv/BA/sites/wasIstBerufeTV.html

Wer darüberhinaus auch noch wichtige Meldungen der Bundesagentur für Arbeit hören will. der kann sich tatsächlich zahlreiche Audio- (lateinisch: audio = „ich höre“ / video = „ich sehe“) Dateien herunterladen und sich diese ggf. auf seinen iPod überspielen 😉 Klicken Sie hierzu einfach auf den angegebenen Link: http://www.ba-audio.de/media Natürlich schadet es nicht, diese Meldungen mit alternativen (externen) Quellen zu vergleichen,

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge