Schlagwort-Archiv: sozial

Posteo

Posteo ist eine gute (und grüne) Alternative für diejenigen, die ihre E-Mail-Daten sicher aufgehoben wissen wollen. Zwar kostet eine Email etwas, aber 1 Euro pro Monat ist hier sicher gut investiert. Auszug der Webseite:

„Wir sind ein unabhängiger deutscher E-Mailanbieter und legen großen Wert auf Nachhaltigkeit, Sicherheit, Datenschutz und einfache Bedienbarkeit. Posteo ist komplett werbefrei und wird zu 100% mit Ökostrom von Greenpeace Energy* betrieben. Wir setzen uns für die informationelle Selbstbestimmung ein: In Zeiten des überwachten Netzes schützt Posteo die Privatsphäre seiner Nutzer durch ein modernes und innovatives Verschlüsselungs- und Sicherheitskonzept.“

Quelle: https://posteo.de/site/ueber_posteo

(*Hervorhebung: Link-Setzung durch mich.)

Aktuell sucht das ökologisch ausgerichtete deutsche Unternehmen eine/n Softwareentwickler/-in. BewerberInnen sollten sich hier um die Stelle bewerben – und können dies natürlich hier auch verschlüsselt tun:

https://posteo.de/site/jobs

Silvio Ströver,  Dipl.Pädagoge

 

Ansätze in der Berufslaufbahn-Beratung

Die Entwicklung der Berufslaufbahn wird  in zweifacher Weise theoretisch beschrieben. Zum einen gibt es das Stufenmodell, wobei jeweils eine Stufe nach der anderen erklommen werden muss. So beinhaltet jede Stufe eine individuelle Entwicklungsaufgabe. Der Prozess der beruflichen Enwicklung besteht demnach aus einer Kette aus Einzelphasen, die hintereinander durchlaufen werden müssen. Dieser zuerst genannte stufenartige Ansatz in der Berufslaufbahnforschung, den der Sozialforscher Donald Super entwickelt hat, beschreibt die folgenden 4 Phasen:

„• Wachstums- und Explorationsstadium (Kindheit bis frühes Erwachsenenalter). Entwicklung berufsrelevanter Interessen, Fähigkeiten, Werthaltungen und Zielvorstellungen sowie die Entwicklung des Berufskonzeptes.
• Etablierungsstadium (frühes bis mittleres Erwachsenenalter). Entwicklung
einer Bindung an den gewählten Beruf (commitment, Laufbahnbindung) und der Versuch der Stabilisierung in der eingeschlagenen Laufbahn.
• Erhaltungsstadium (reifes Erwachsenenalter). Aufrechterhaltung und Sicherung des beruflichen Status.
• Stadium des Rückzugs (spätes Erwachsenenalter). Veränderung der Einstellung zur Arbeit und zum Beruf sowie zur allgemeinen Verringerung und Verlagerung der Aktivitäten.“

Zitiert aus: http://athene.bibl.unibw-muenchen.de:8081/doc/86279/86279.pdf, Seite 28.

Der neuere Ansatz stellt den oben genannten infrage. Ulrich Becks Individualisierungsthese gleicht sich der beruflichen Realität schon eher an, die sich dadurch auszeichnet, dass Arbeitnehmer häufiger als bisher ihren Arbeitsplatz, Arbeitgeber und sogar den Beruf wechseln.

Nachdem die Entwicklung der Berufslaufbahn theoretisch in zweifacher Weise beschrieben wurde, entstanden in der Folge drei unterschiedliche Ansätze zur entsprechenden  Berufslaufbahnberatung, und zwar der sozialkognitive, der ressourcenorientierte und der bindungstheoretische Ansatz.

Der sozialkognitive Ansatz des Career Counseling haben Lent, Brown und Hackett beschrieben. Sie leiteten ihren Ansatz von Albert Banduras Lerntheorie ab. Hierbei spielt das Konzept der Selbstwirksamkeit eine entscheidende Rolle. Dieses Konzept beinhaltet den Umstand, an die Wirksamkeit seiner eigenen Fähigkeiten zu glauben.  So konnte nachgewiesen werden, dass Frauen beruflich weniger Erfolg hatten, da sie weniger von ihren eigenen Fähigkeiten überzeugt waren. Daneben wirken sich unterschiedliche Faktoren wie z. B. die soziale Herkunft, Geschlechtszugehörigkeit, biografische Erfahrungen etc.  sich auf die berufliche Laufbahn aus. Entscheidend ist hier auch die Nutzung eines Netzwerkes, da auf diese Weise eigene Ressourcen geschont werden. Je mehr soziale Kontakte ausgebaut werden, desto erfolgreicher gestaltet sich oft das Berufsleben.  Im Rahmen dieses sozialkognitiven Ansatzes zur Laufbahnberatung wird jedoch lediglich auf den Beratenden bzw. auf die Beratende geschaut und darauf verzichtet, diesen Menschen im Kontext seines Umfelds zu betrachten.

Der ressourcenorientierte Ansatz von Hobfoll (1998) ordnet Ressourcen in einer dreistufigen Hierarchie an, die prinzipiell der Bedürfnishierarchie von Marslow entspricht (vgl.: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/beduerfnishierarchie.html).  Die Klienten sollen in der Beratung angehalten werden, sich um ihre Ressourcen zu kümmern, um quasi (psychisch) wieder „voll aufzutanken“. Hierzu gehört es, dass die Ratsuchenden lernen sollen, gerade unter Stress und im bisweilen anstrengenden Alltag, wieder mehr auf auch sich selbst zu achten und sich die Ressourcen zu holen, die sie gerade brauchen. Pädagogisches Ziel könnte sein, das Ressourcenmanagement der Einzelnen Ratsuchenden zu fördern.

Der bindungstheoretische Ansatz in der Berufslaufbahnberatung geht davon aus, dass frühkindliche soziale Beziehungen das eigene Sozialverhalten prägen. Eine gute Beziehung des Jugendlichen zu seinen Eltern ist in der Regel förderlich für eine gelungende Berufswahlentscheidung. Jugendliche mit einem sicheren Bindungsstil zeigten sich nach außen hin aktiver und letzten Endes beruflich erfolgreicher als  unsichere, ängstlichere Jugendliche, die sich eher defensiv verhielten.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Benutzte Quelle:

GABLERS Wirtschaftslexikon. Das Wissen der Experten. Springer Gabler.: Bedürfnishierarchie. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/beduerfnishierarchie.html bzw. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/77711/beduerfnishierarchie-v5.html

GERSTENMAIER, Jochen; GÜNTHER; Susanne: Berufslaufbahnberatung (Career Counseling). In: NESTMANN, Frank; ENGEL, Frank, SICKENDIEK, Ursel (Hrsg.): Das Handbuch der Beratung. BAnd 2. Ansätze, Methoden und Felder. Tübingen: DGVT-Verlag, 2004, S. 933 – 945.

TRIEBEL, Claas: Kompetenzbilanzierung als psychologische Intervention. Wirkfaktoren und Wirkprinzipien in Laufbahnberatung und Coaching. Dissertation,  Universität der Bundeswehr München, März 2009, S. 28:  http://athene.bibl.unibw-muenchen.de:8081/doc/86279/86279.pdf,

Ideen der Persönlichen Zukunftsplanung – Ein Modell aus Nordamerika

Ein nordamerikanisches Modell  scheint auch hierzulande sehr gut geeignet zu sein, den erfolgreichen Einstieg von jungen Menschen in den Beruf zu fördern.  Erfahrungen aus über 15 Jahren der persönlichen Zukunftsplanung mit Menschen mit und ohne Behinderungen werden in diesem Artikel beschrieben:

http://bidok.uibk.ac.at/library/imp-33-05-kasang-taube.html

Wikipedia-Artikel zur „Persönlichen Zukunftsplanung“:

http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sandres/Werkbank

Wikipedia-Artikel zumVerein  „Mensch zuerst – Netzwerk People First Deutschland e.V.“ : http://de.wikipedia.org/wiki/Mensch_zuerst_%E2%80%93_Netzwerk_People_First_Deutschland

Webseite des Projektes „Zeit für Veränderungen – Persönliche Zukunftsplanung als Chance für mehr Selbstbestimmung“: http://www.persoenliche-zukunftsplanung.de/lesen_material.php / Material zum Download: http://www.persoenliche-zukunftsplanung.de/lesen_material.php

Skript von Mareike Gerlach und Verena Burkert
(HP-Forum / 09.2007) zusammengestellt zur Biografiearbeit nach Hans G. Ruhe und zur Persönlichen Zukunftsplanung: http://www.katho-nrw.de/uploads/media/Verena_Burkert_Mareike_Gerlach_Persoenliche_Zukunftsplanung.pdf

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Lebenshilfe.de: Das BSJ – Berufsvorbereitendes Soziales Jahr der Lebenshilfe

Das Berufsvorbereitende Soziale Jahr (BSJ) können Menschen zwischen 16 und 26 Jahren z. B. bei der Lebenshilfe.de ableisten, um einen guten Einblick in die Arbeitswelt zu erhalten und Nebenbei etwas Gutes zu tun.

Suchen Sie sich hier eine Stelle in Ihrer Nähe:

http://www.bsj-lebenshilfe.de/

Die Vergütung soll mindestens 470,- € (Bruttoverdienst) betragen.  Informieren Sie sich.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Sich als Held bewerben

Wer sich als Sozialheld fühlt, kann sich gleich hier bewerben:

http://sozialhelden.de/held_werden/helden-gesucht/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Stellen finden im Bundesfreiwilligendienst

Unabhängig vom Alter kann jede Bürgerin bzw. jeder Bürger – vorausgesetzt, die Pflichtschulzeit ist erfüllt – den Bundesfreiwilligendienst antreten (http://www.bundesfreiwilligendienst.de). Hierzu gibt es vier Schritte zu beachten:

1. Die Suche eines Platzes.

2. Kontaktieren der Einsatzstelle.

3. Kennenlern-Gespräch führen.

4. Vertrag unterschreiben und beginnen.

Quelle: http://www.bundesfreiwilligendienst.de/der-bundesfreiwilligendienst/oft-gestellte-fragen.html

Um schnell einen geeigneten Platz zu finden, können Sie die folgende Stellenbörse nutzen:

http://www.bundesfreiwilligendienst.de/platzboerse.html

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Berufepaedblog-Link-Tipp:

Neuer Bundesfreiwilligendienst ab Sommer 2011: http://berufe.paedblog.de/2011/04/03/neuer-bundesfreiwilligendienst-ab-sommer-2011/

Den Übergang zwischen Schule und Ausbildung besser gestalten

Experten beklagen offenbar die unüberschaubare Vielfalt an Maßnahmen in Sachen Berufsorientierung und Berufseinstiegsbegleitung, daher fordern sie eine bessere Koordination und Vernetzung.

Andererseits sollte in Prävention mehr Geld gesteckt werden: Nicht nur schulschwache, sondern auch schulisch starke Schülerinnen und Schüler sollten sinnvollerweise regelmäßig in Sachen Berufswahl und Berufsorientierung unterrichtet werden.

Schließlich sollten Betriebe während der Ausbildung eine Möglichkeit haben, bei Krisen und Konflikten auf einen für sie kostenlosen Ansprechpartner zuzugreifen, der den Auszubildenden als Vertrauensperson seit der Schulzeit bekannt ist.

Die Zeiten ändern sich: Man will heute dem Nachwuchs verstärkt auf die beruflichen Beine helfen! Lesen Sie dazu mehr im bekannten Azubi-Magazin:

http://www.azubi-magazin.com/2011/01/13/uebergangssystem-zwischen-schule-und-ausbildung-reformbeduerftig/

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Berufsfindung

Der Prozess der Berufswahl und Berufsfindung wird aus entwicklungspsychologischer Sicht wunderbar in den Arbeitsblättern von Werner Stangl beschrieben:

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/BERUFSFINDUNG/Berufsfindungsprozess.shtml

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Nachtrag:

Weitere Themen zur Berufsorientierung hat Stangl hier behandelt:

Eine Linksammlung über Gesetzestexte

Auf der Webseite http://www.arbeitsrecht.de/links/gesetze/gesetze-online.php finden Sie eine gute Linksammlung über Gesetze zum Arbeits- und Sozialrecht und Gesetzessammlungen.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Tagesvater, leichter Job für schwere Jungs?

Männer haben es heute oft schwer: Wer noch dem klassischen Mannsbild entspricht, gilt schnell als Macho. Wer sich dahingehend moderner ausrichtet, wird kritisch beäugt. Schnell sind Vorurteile zur Hand, wenn ein Mann sich für die Erziehung & Bildung von Kindern und Jugendlichen interessiert, erst recht, wenn man(n) an der Basis arbeitet und sich weniger für Leitungsaufgaben starkmacht. Doch was sagen denn Männer selbst von sich, die im sozialen Bereich arbeiten?
Zwar wird hier kein Job mit klassischer Karriereaussicht vorgestellt, dennoch verweise ich gerne auf den folgenden Beitrag „http://www.paedblog.de/2007/03/16/tagesvaeter-out/. Neue Männer braucht das Land. :-)

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge